MAS und Umweltschutz

Umweltschutz beginnt bereits bei der Produktion

Verschwendung beginnt häufig bereits vor der Errichtung von Gebäuden, nämlich bei der Herstellung von Baumaterialien. Viele Baustoffe werden unter hohem Energieeinsatz und teilweise hohem Ausschuss hergestellt.

Die Vermeidung von Materialverschwendung im Bauwesen ist eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Da dies bei der Herstellung von Polymerbeton nicht der Fall ist, werden schon zu Beginn des Lebenszyklus dieses Baumaterials entscheidende Vorteile in der Ökobilanz erzielt.

Auch bei der Errichtung von Gebäuden mit MAS-Elementen entsteht keine Verschwendung, da man nur so viele Elemente verbraucht, wie benötigt werden und weitere Verbrauchs- und Hilfsstoffe nicht notwendig sind. Positiv für die Ökobilanz ist auch, dass die Herstellung vor Ort mit lokalem Material den Transportaufwand drastisch minimiert und dass für den Aufbau keine schweren Baugeräte benötigt werden.

Die Lebensdauer konventionell erbauter Gebäude variiert je nach Standort und Klimabedingungen zwischen 20 und 50 Jahren. Nach Ablauf dieser Frist sind diese Gebäude sanierungsbedürftig oder werden abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt. Das ursprüngliche Baumaterial wird dabei so gut wie nie wiederverwendet.

Das Material des MAS-Systems hingegen hat in etwa die doppelte Lebensdauer und kann jederzeit recycelt und wieder verwendet werden.

Die ökologischen Vorteile im Überblick

01

Polymerbeton besteht zum überwiegenden Teil (bis zu 90 %) aus natürlich vorkommenden mineralischen Rohstoff, die in der Natur in ausreichender Menge vorkommen und daher absolut umweltfreundlich sind.

03

Beim Aushärtungsprozess bilden sich lineare Kettenmoleküle, die eine stabile Struktur bilden. Nach dem Aushärten können sie ihre Form nicht mehr verändern. Einmal ausgehärtet, nimmt Polymerbeton keine Stoffe mehr auf oder gibt sie an die Umwelt ab.

02

Bei der Vermischung mit dem Polyesterharz, das bei Polymerbeton als Bindemittel eingesetzt wird, entsteht ein Werkstoff, der über chemische Hauptvalenzbindungen dreidimensional fest vernetzt ist.

04

Polymerbeton zeichnet sich durch Festigkeit, Alterungsbeständigkeit und Resistenz gegen aggressive Medien, Frost, Hitze und Sonnenlicht aus. Dabei ist Polymerbeton nachhaltig und umweltschonend durch seine lange Lebensdauer und Recyclingfähigkeit.

05

Während die Zementproduktion weltweit über fünf Prozent der gesamten CO²-Emissionen verursacht, wird bei der Produktion von Polymerbeton kaum Energie verbraucht, weil der Reaktionsprozess ohne Wärmezuführung als reaktiver Prozess abläuft. Der global footprint von Polymerbeton ist allein aus diesem Grund deutlich geringer als bei herkömmlichen Betonprodukten.

Ökologische Bewertung der
MAS- Bauelemente im Vergleich zu konventionellem Beton

Auf Grund von Verschnitt, Ausschuss und Überschussproduktion muss bei herkömmlichen Häusern ca. 20% mehr Material bereitgestellt werden als wirklich verbaut wird. Durch die detaillierte Planung und Steingenaue Fertigung entfällt dieser Mehrverbrauch bei den PolyCare- Häusern aus Polymerbeton. Eine Mehrproduktion oder Verschnitt fällt nicht an.

Eine ökologische Bewertung nach DIN EN ISO 14040/14044 hat gezeigt, dass Polymerbeton auf Grund seiner Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit, dem potentiellen Verzicht auf klassische Bausande und der Möglichkeit, Recyclingmaterialien einzusetzen, eine innovative, nachhaltige und zukunftsträchtige Alternative zum klassischen Bauwesen auf Zementbetonbasis darstellen kann.

Zum Vergleich: Der CO2-Fußabdruck eines Hauses* auf Polymerbetonbasis kann über 50 % geringer als beim Bau eines Hauses auf Zementbetonbasis sein.

Betrachtet man lediglich das Einsparpotential an materialbedingten Treibhausgasemissionen bei Verwendung von Polymerbeton bei ca. 6 t CO2-Äquivalente pro Haus (Base Case, ohne weitere Optimierung der Rezeptur), so entspricht das ungefähr dem CO2-Ausstoß eines Benzin-Mittelklassewagens mit einem Verbrauch von 7 L/100 km und einer Fahrstrecke von ca. 32.000 km.

* orientiert am PolyCare-Bungalowstil mit einer Wohnfläche von 51,5 m2. Nähere Infos sind der durchgeführten Studie zu entnehmen.

„Polymerbeton stellt schon jetzt aufgrund seiner Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit und dem Verzicht auf Sand aus ökologisch bedenklichen Quellen einen innovativen, nachhaltigen und zukunftsträchtigen Ersatz zum klassischen Zementbeton dar.“

Polymerbeton
Stand der Technik

Die Graphik zeigt ein Netzdiagramm, welches dem Vergleich von Polymerbeton und klassischem Zementbeton dient. Für alle Achsen gilt die gleiche Orientierung und die tendenziell besseren Werte liegen an den äußeren Enden der Achsen.

01 LCA: Bewertung nach ReCiPe 2016 v1.1 Midpoint (H) über den gesamten Lebensweg unter Berücksichtigung aller 17 relevanten
Umweltwirkkategorien (gleiche Gewichtung); weitere qualitative Kriterien: Polymerbeton kann im Gegensatz zu klassischem Beton
demselben Lebenszyklus zurückgeführt oder in Trinkwasserschutzgebieten als Füllmaterial eingesetzt werden
02 Worst Case: klimatisch schwierige Bedingungen (arid, subtropisch, salzhaltige Luft)
03 Druck, Biegezug-, Abriebfestigkeit, U-Wert, Schallaufnahme
04 Klima im Raum (Faktoren: stabiles Innenraumklima auch bei starken Temperaturschwankungen, gesunde Raumfeuchte, keine
Schimmelbildung, keine Ausdünstung etc.)

Quelle: EURA - Ökologische Bewertung der PolyCare MAS-Technologie und Vergleich zu herkömlichem Beton in Anlehnung an DIN EN ISO 14040 und 14044

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